Machen wir uns endlich unabhängig von den Meinungsmachern in der Werbung oder wo auch immer, dann werden wir erkennen wie erfüllend das Leben sein kann. Werfen wir den Ballast dieses erdrückenden Schönheitswahns einfach ab und geben die wahren Werte an unsere Töchter weiter, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Sollen sich Männer ihre Puppen doch drucken, dann sind sie glücklich und wir sind es auch. Lieben wir uns selbst, dann sind wir nicht ständig auf der Suche nach der Liebe Anderer. Aber auch mit einer gehörigen Portion Frechheit können wir in den Kampf ziehen. Wie das geht, ganz einfach, lassen sie sich bei Übergriffen einfach kurzzeitig auf das Niveau ihres Gegenübers fallen. Kontra und zwar mit den gleichen perversen Kraftausdrücken wirkt tatsächlich Wunder. Scheißen sie darauf was andere von ihnen denken, die Übergriffigen tun das auch, nehmen sie die verbale Keule und schlagen sie zu – so hart dass kein Gras mehr wächst. Sie werden sich wundern wie wirkungsvoll und befreiend dies ist, ein echtes Hochgefühl. Es ist Zeit für einen Machtwechsel – packen wir es an, wir können nur gewinnen.
Der Blog der Klartext spricht, unzensierte Informationen sind in den Massenmedien leider nur eine schöne Illusion. Die Medien, vor allem die großen Verlage, sind Lobbyisten und werden Informationen deshalb stets so aufbereiten, dass sie ihren Grundsätzen, Vorgaben und vor allem ihren Geldgebern entsprechen. Klartext spricht nur wer frei ist und frei ist nur der, der von Niemandem bezahlt wird und keiner Ideologie anhängt.
Dienstag, 29. Januar 2013
Sexismus oder das fehlgeleitete Gehirn
Machen wir uns endlich unabhängig von den Meinungsmachern in der Werbung oder wo auch immer, dann werden wir erkennen wie erfüllend das Leben sein kann. Werfen wir den Ballast dieses erdrückenden Schönheitswahns einfach ab und geben die wahren Werte an unsere Töchter weiter, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Sollen sich Männer ihre Puppen doch drucken, dann sind sie glücklich und wir sind es auch. Lieben wir uns selbst, dann sind wir nicht ständig auf der Suche nach der Liebe Anderer. Aber auch mit einer gehörigen Portion Frechheit können wir in den Kampf ziehen. Wie das geht, ganz einfach, lassen sie sich bei Übergriffen einfach kurzzeitig auf das Niveau ihres Gegenübers fallen. Kontra und zwar mit den gleichen perversen Kraftausdrücken wirkt tatsächlich Wunder. Scheißen sie darauf was andere von ihnen denken, die Übergriffigen tun das auch, nehmen sie die verbale Keule und schlagen sie zu – so hart dass kein Gras mehr wächst. Sie werden sich wundern wie wirkungsvoll und befreiend dies ist, ein echtes Hochgefühl. Es ist Zeit für einen Machtwechsel – packen wir es an, wir können nur gewinnen.
Freitag, 4. Januar 2013
Lassen Sie sich nicht länger verwirren!
Können Sie sich noch an
Ihre erste Schulstunde in Chemie erinnern?
Wahrscheinlich ging es Ihnen wie Vielen, Sie verstanden nur Bahnhof!
Die gute Nachricht ist, ab sofort gibt es Abhilfe!

Viele medizinische Informationen im Netz sind nicht nur fehlerhaft sondern nicht selten auch manipuliert. Da hochwertige Information Geld kostet, lassen viele Webseiten-Betreiber ihre Texte von Laien erstellen, die leider nicht die geringste Ahnung von Medizin und Wissenschaft haben. Webseiten, die medizinische Produkte verkaufen müssen, schrecken selbst vor manipulierter Information nicht zurück. Mit Klartext kommt nun das erste und einzige unabhängige Gesundheitsmagazin auf den Markt. Klartext ist nicht nur unabhängig sondern auch verständlich, informativ und aktuell! Klartext macht Schluss mit unverständlichem Wissenschaftskauderwelsch, falschen, gekauften und nicht selten manipulierten Informationen zum Thema Gesundheit und Medizin. Da wir, die Macher von Klartext, von Niemandem bezahlt werden, vertreten wir auch keine fremden Interessen. Unser Anliegen ist vielmehr, wissenschaftliche Fakten zu Medizin, Ernährung und Gesundheit in Klartext zu präsentieren. Unser Ziel ist es, Gesunde wie Kranke vor irreführenden, falschen oder manipulierten Informationen zu schützen. Wer Klartext liest, wird die oft fehlerhaften Quellen im Internet mit Leichtigkeit erkennen. Irreführende Produktwerbung kann Klartext-Lesern nichts mehr anhaben und Manipulationen entlocken ihnen nur ein müdes Lächeln. Ganz nebenbei sparen Klartext-Leser Zeit und Geld, finden wirklich wirksame Medikamente und lernen innovative Therapien nicht nur kennen sondern auch verstehen. Es ist ganz einfach, öffnen Sie die Augen und lesen Sie Klartext!
Gesundheit und Medizin sind schon heute Milliardenmärkte, alleine die Arzneimittelkosten stiegen innerhalb der letzten 10 Jahre von 20 auf 30 Milliarden Euro. Und die jüngsten Gesundheitsberichte zeigen, dass sich dies auch nicht so schnell ändern wird, denn Zivilisationskrankheiten sind weiterhin auf dem Vormarsch. Wir alle wissen, wenn es um viel Geld geht sind unlautere Methoden und Manipulation nicht weit. Wir wissen auch, wer krank ist klammert sich an den letzten Strohhalm, auch wenn dieser ihn den letzten Groschen kostet. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu Letzt und das gilt ganz besonders im Falle von Krankheit oder einem möglicherweise nicht mehr abzuwendenden Tod.
Auch wenn wir es nicht gerne hören, das Geschäft mit unserer Gesundheit boomt. Pharmaindustrie, Ärzte und Kliniken sind nur einige Akteure die an unser Geld wollen. Leider ist auch die Medizin nur ein Big Business, auch wenn wir dies natürlich viel lieber verdrängen. Dabei vergessen wir dann allzu oft, dass Ärzte und Pharmafirmen primär Geld verdienen wollen und erst an zweiter Stelle an den Patienten denken. Auch wenn es wehtut, unsere Gesundheit ist für viele Anbieter nichts Anderes als ein Geschäft und zwar ein boomendes. Sie glauben ich übertreibe, dann werfen Sie einmal einen Blick auf die jüngsten Skandale, die leider nur die Spitze des Eisberges darstellen. Lebensmittelskandale, verkaufte Organe, gefälschte Studien, gekaufte Meinungsbildner, unwirksame oder sogar tödliche Medikamente. Dies Alles ist traurige Realität. Auch wenn die Skandale immer wieder schnell aus den Medien verschwinden, hinter den Kulissen geht es munter weiter mit Irreführung und Manipulation. Irreführung und Manipulation der Bürger durch bezahlte Wissenschaftler spielen viel Geld in die Kassen der Gesundheitsindustrie. Ändern wird sich dies nicht, denn die Lobby der Macht und des Geldes ist groß. Sie als Patient oder Bürger haben leider keine Lobby – bis jetzt!
Denn Klartext will dies ändern, wir sehen uns als das Sprachrohr der Bürger. Wir möchten aufklären, hinterfragen, Hilfestellung leisten und gleichzeitig Innovationen aus der Medizin verständlich präsentieren. Wir wollen den Jungle der unverständlichen, unwissenschaftlichen, fehlerhaften oder gekauften Informationen, die vor allem das Internet wie eine Seuche bevölkern, lichten. Da wir von Niemandem bezahlt werden, können wir unser Magazin leider nicht kostenlos anbieten. Dafür können Sie sich auf valide und gut recherchierte Fakten verlassen. Stets auf der Suche nach medizinischen Innovationen, durchforsten wir für Sie die weltweiten Universitäten und medizinischen Datenbanken. Wenn es eine wirksame Therapie für eine Krankheit gibt, dann finden wir sie und erklären sie Ihnen verständlich.
Worauf warten Sie, fordern Sie noch heute unsere erste Ausgabe an und lassen Sie sich von der Qualität unseres einzigartigen Magazins überzeugen. Sie erhalten die erste Ausgabe von Klartext kostenlos und ohne weitere Verpflichtungen. Sie müssen uns lediglich eine Email senden und erhalten Klartext sofort nach dem Erscheinen bequem via Email. Auch wenn Sie nur an einzelnen Artikeln von Klartext interessiert sind, ist dies kein Problem. Jeder Artikel kann gesondert erworben werden. Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Sie.
Mittwoch, 21. November 2012
Die Mähr vom Homo Oeconomicus
Mit fMRT dem Gehirn beim Denken zusehen
Neue Technologien, allen voran die funktionelle Magnetresonanztomographie, gewährten Wissenschaftlern ganz neue Einsichten ins Hirn. Was primär für medizinische Zwecke entwickelt wurde, wird zunehmend auch für das Marketing genutzt und hat mit dem Neuromarketing ein ganz neues Forschungsfeld hervorgebracht. Während wir uns bunte Bilder von hochkarätigen Marken oder No-Name-Produkten ansehen, verfolgen Wissenschaftler auf dem Bildschirm was dabei in unseren Köpfen vorgeht. Zwar lassen sich unsere Gedanken noch nicht lesen, doch welche Gehirnareale beteiligt sind wenn wir attraktive Marken wiedererkennen und wie diese unsere Denkprozesse entlasten, klärt der funktionelle Kernspintomograph nach und nach auf. Mittels fMRT können wir dem Hirn quasi beim Denken zusehen, welche Areale feuern gemeinsam, wie viel Energie wird dabei verbraucht und mit welcher Geschwindigkeit laufen alle diese Prozesse ab. Was eine starke Marke ausmacht und was bei der Erkennung im Gehirn passiert, das wissen wir heute ziemlich genau. Aus diesem Grunde macht es das Neuromarketing auch möglich, mit den richtigen Signalen die richtigen Botschaften zu kommunizieren und sich damit von ähnlichen Produkten deutlich abzuheben. Abheben, also anders sein als die Konkurrenz, das ist in Zeiten zunehmender Homogenität von Produkten das A und O für ein erfolgreiches Produkt.
Signale starker Marken
Was macht eine starke Marke aus, was geschieht im Gehirn wenn wir die Signale starker Marken wahrnehmen und vor allem weshalb sind starke Marken herkömmlichen Produkten so drastisch überlegen. Dass immer mehr Produkte den täglichen Kampf um Aufmerksamkeit verlieren wird klar, wenn wir uns vor Augen führen, dass Werbung nur implizit wirkt. Schöne Bilder alleine genügen leider nicht um dauerhaft Aufmerksamkeit zu erzielen und auch die Werbung mit rein physischen und rationalen Eigenschaften genügt nicht um Präferenz bei Kunden zu werden. Authentische Differenzierung unter Nutzung der neuesten Erkenntnisse der Neurowissenschaft heißt der Schlüssel zu dauerhaftem Erfolg und mehr loyalen Kunden.
Neuromarketing ist mehr als ein Trend
Der Siegeszug des Neuromarketings begann mit Daniel Kahnemann, der für seine bahnbrechenden Erkenntnisse wie Menschen entscheiden im Jahr 2002 als erster Psychologe den Wirtschaftsnobelpreis erhielt. Dass Neuromarketing weit mehr als ein Trend ist zeigt sich auch daran, dass von den letzten 15 Nobelpreisen elf an Neurowissenschaftler gingen. Noch 2003 ergab eine Internetsuche nach „Neuromarketing“ null Hits, 2009 spuckte Google bereits 800K Ergebnisse aus. Die Wichtigkeit des Themas zeigt sich auch an den Forschungsinvestitionen, alleine die Amerikaner pumpten zwischen 1990 und 2000 rund eine Milliarde USD in die Hirnforschung. Was wir lange nicht wahrhaben wollten und weit von uns wiesen ist heute wissenschaftlich belegt, auch wenn Viele noch immer glauben sie würden ihre Entscheidungen vollkommen rational und frei von störenden Emotionen treffen. Doch der Homo Oeconomicus hat ausgedient, unsere Entscheidungen werden primär durch unbewusste Strukturen auf Basis fester Muster, unseres Kulturspeichers und des Belohnungszentrums im Gehirn getroffen. Der Einwand, dass dies doch lediglich für den Consumer-Bereich gelte, ist schon lange widerlegt. Gerade bei komplexen Entscheidungen sind die denkenden Hirnstrukturen schnell überfordert, so dass Mustererkennung und Imprints im Gehirn zu deutlich valideren Entscheidungen beitragen. Nicht umsonst machen wir unser ganzes Leben lang Erfahrungen, die unser Gehirn für die Einordnung von Informationen und für Entscheidungen jeglicher Komplexität verwendet.
Nichts ist anstrengender als Denken
Da nichts so anstrengend ist wie Denken, könnten wir die nötige Energie für primär rationale Entscheidungen nie bereitstellen. Würden wir die rund 11 Millionen Bit die pro Sekunde in unser Gehirn strömen tatsächlich rational verarbeiten, bräuchten wir nicht nur unendliche Energiemengen sondern wären auch unendlich langsam. Nur unbewusste Entscheidungen ermöglichen uns Wichtiges innerhalb kürzester Zeit von Unwichtigem zu trennen. Evolutionär machen automatisierte Entscheidungen Sinn, denn dem Individuum geht es primär um zwei Dinge, Überleben und Fortpflanzung. Wären wir komplett rationale Wesen, hätten wir im Selektionsprozess der Evolution, wo schnelle Entscheidungen über Leben und Tod entscheiden konnten, nicht lange überlebt. Erst durch die automatisierte und damit extrem schnelle Informationsverarbeitung konnte die Spezies Mensch zum erfolgreichsten Lebewesen aller Arten aufsteigen. Was uns früher das Leben gekostet hätte, nämlich primär bewusst zu entscheiden, würde uns heute im Zuge der Informationsflut handlungsunfähig machen.
Die Wissenschaft widerlegt den rationalen Menschen
Die wissenschaftlichen Publikationen zu diesem Thema sind gigantisch und sie alle zeigen, was auch William J. Cusick in seinem lesenswerten Buch „All customers are irrational“ so eindrucksvoll beschreibt, bis zu 95 % aller Entscheidungen werden vom Autopiloten in unserem Kopf getroffen und der ist nun einmal hochgradig emotional. Eine Entscheidung ohne die Amygdala, die einzig und allein die Frage interessiert „Ist es positiv oder negativ?“, ist nicht möglich. Die Amygdala nimmt anatomisch wie funktional die entscheidende Rolle bei der Produktion und Steuerung von Emotionen ein. Sie wird als das Zentrum der furcht- und angstgeleiteten Verhaltensbewertung angesehen und diente unseren Vorfahren zum Überleben. Auch heute noch achtet die Amygdala darauf, dass wir möglichst nur das tun, was und Glücksmomente und damit Belohnungen durch die Ausschüttung von Glückshormonen beschert. Die Ausschüttung endogener Endorphine gehört zu den wichtigsten Zielen des menschlichen Gehirns. Großen Beitrag zum Verständnis dieser unbewussten Hirnstrukturen hat der renommierte Neurowissenschaftler Joseph LeDoux, Professor am Center for Neural Sciece der New York University, geleistet. In seinem herausragenden Buch „Das Netz der Gefühle – Wie Emotionen entstehen“ geht LeDoux den Fragen auf den Grund wie Gefühle unsere Wahrnehmungen, Erinnerungen und Gedanken beeinflussen.
In jahrelangen Versuchen hat LeDoux erforscht wie Emotionen entstehen und wie sie uns steuern. Sein Fazit, ein wichtiger Antrieb im menschlichen Gehirn sind Belohnungen die in Form von Glückshormonen unsere Entscheidungen stets in eine bestimmte Richtung lenken. Auch wenn wir glauben wir würden rational entscheiden, tun wir es nie. Gelangt eine Entscheidung in unser Bewusstsein und lässt uns glauben, dass wir diese frei und rational getroffen hätten, so wurde diese in den unbewussten Hirnregionen auf Grund von Mustererkennung, Erlebtem, unserer Kultur und der damit einhergehenden Belohnung bereits entschieden. Was wir als freie Entscheidung wahrnehmen, ist lediglich das Endergebnis dieses unbewussten Prozesses im Gehirn. Unser Bewusstsein dient lediglich der Rechtfertigung dieser Entscheidungen, hierzu hat Michael S. Gazzaniga in seinem Buch „Who’s In Charge?“ bahnbrechende Erkenntnisse aus vielen Jahren Forschung publiziert. Auch Michael S. Gazzaniga untermauert die Fakten zum irrationalen Konsumenten, die er in jahrlangen Untersuchungen seiner Patienten dokumentiert hat. Natürlich können wir uns auch gegen diese Entscheidung stellen, doch dies erfordert aktives Denken und damit sehr viel Energie. Unser Gehirn, das auf Energieeffizienz getrimmt ist, wird deshalb nur in extrem wichtigen Fällen seinen aktiven Denkprozess starten. Und selbst dann noch trauen wir oftmals unserem Unbewussten, dass sich als das wohlbekannte Bauchgefühl bemerkbar macht. Doch weshalb sollte das Gehirn auch anders arbeiten als der Rest unseres Körpers, der ja weitgehend autonom ist. Ob Verdauung, Atmung, Herzschlag, Körpertemperatur oder Immunsystem, alle diese Regelkreise arbeiten völlig unabhängig von unserem Willen und ohne dass wir daran auch nur einen Gedanken verschwenden müssen.
Ohne Frame keine Marke
Im Hinblick auf das Marketing und die Werbung hat uns die Hirnforschung vier wichtige Einsichten beschert die wir für die Kommunikation mit unseren Kunden nutzen können. Eines ist klar, wer den täglichen Kampf um Aufmerksamkeit nicht verlieren möchte, der sollte sich das Neuromarketing bei seinen Kommunikationskonzepten zu Nutze machen. Und noch eine ausgezeichnete Nachricht haben wir zu verkünden „Werbung wirkt – aber leider nur implizit“. Dies bedeutet, wenn es einem Produkt nicht gelingt durch geeignete Signale mit dem unbewussten Autopiloten zu kommunizieren, ist sein Marketingbudget reine Verschwendung. Doch welche Einsichten müssen nun für ein erfolgreiches Marketing berücksichtigt werden. Wie gehen wir vor, wenn wir erfolgreich mit den Entscheidungsstrukturen kommunizieren wollen, welche Sprache und welche Signale sind erfolgreich. Erstens, der Autopilot im Gehirn färbt jede Entscheidung emotional und entscheidet innerhalb von Sekundenbruchteilen. Also, müssen wir ihm Signale anbieten die er kennt und die er extrem schnell verarbeiten kann, wir müssen also den Kulturspeicher unserer Zielgruppe kennen und anzapfen. Laut renommierten Forschern der Harvard University werden 95 % der Kommunikation nebenbei, also unbewusst aufgenommen und verarbeitet. Erst wenn wir in dieser Informationsflut Signale entdecken, die mit unseren ganz persönlichen Zielen, unseren Vorstellungen und unserem Selbstbild in Einklang stehen, werden wir uns einer bestimmten Information bewusst. Dabei müssen wir uns dies so vorstellen, dass der Autopilot innerhalb von Sekundenbruchteilen alle Informationen auf für ihn bekannte Muster untersucht, dies geschieht den ganzen Tag, ohne dass es uns bewusst wird.
Entdeckt der Autopilot ein für ihn lohnendes Muster, schickt er dieses in unser Bewusstsein, wir werden interessiert und wollen mehr darüber wissen. Fehlen allerdings belohnende Signale, geht alles rasant schnell an uns vorüber und wir werden uns nie an ein solches beliebig austauschbares Produkt erinnern. Wollen wir mit unserem Produkt also das Interesse einer Zielgruppe wecken, so müssen wir relevante Signale in den Hintergrund unseres Produktes einbauen. Verabschieden Sie sich deshalb lieber gleich davon, Werbung für Alle zu machen. Werbung für Alle heißt Werbung für Niemanden zu machen. Da wir damit Niemanden richtig Ansprechen, werden wir auch keine Aufmerksamkeit erregen. Und keine Aufmerksamkeit heißt kurz gesagt kein Konsum. Diese Art von Werbung verpufft wirkungslos und ist reine Geldverschwendung. Der wichtigste Punkt im Neuromarketing ist die Tatsache, dass wir Werbung an die Prozesse im Gehirn anpassen müssen, nur so können wir Marken generieren, die Preisaufschläge rechtfertigen und uns loyale Kunden bescheren. Nach den neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung muss eine effiziente Werbestrategie zwei Dinge bedienen – das explizit wirkende Markenimage und den nur implizit wirkenden Markenkern, den wir auch Frame nennen. Produkte, die nur mit dem Markenimage, also den physischen Eigenschaften des Produktes werben, und keinen Frame besitzen, sind beliebig austauschbar und wenn überhaupt, dann nur über den Preis zu differenzieren.
Weshalb sollte ein Kunde aus einer Schar ähnlicher Produkte ein ganz bestimmtes Produkt wählen, wenn ihm dieses keinen fiktiven Mehrwert bietet. Aus Sicht des Gehirns ist die Wahl eines bestimmten Produktes rein zufällig, denn unser Gehirn kennt nur Vergleiche. Findet es bei seinen ständigen Vergleichen keine relevanten Unterschiede, so wird es bei Bedarf den Zufall entscheiden lassen. Wer also den Pseudocharakter seines Marketingbudgets endlich ablegen möchte, der muss anfangen die Strukturen des Hirns für sich zu nutzen. Erst wenn unser Gehirn in einem Frame, also im Hintergrund zu einem Produkt einen fiktiven Mehrwert erkennt gibt es einen signifikanten Unterschied. Je belohnender dieser fiktive Mehrwert für das Gehirn der Zielgruppe desto mehr Differenzierung erhält ein Produkt gegenüber Ähnlichem. Dabei ist extrem wichtig, die Codes zu verwenden, die auch das unbewusste Gehirn nutzt und die es einfach und schnell dekodieren kann. Physische Eigenschaften wie Qualität oder Leistung sprechen nur den Piloten an, der Autopilot kann mit diesen Dingen nichts anfangen, weshalb Sie sich damit auch nicht differenzieren können. Sich abheben und zu einer Marke werden können Sie nur, wenn Sie es verstehen effizient mit dem Autopiloten zu kommunizieren. Was für das Bewusstsein oftmals lächerlich und wenig authentisch klingt, darauf spricht das emotionale Gehirn ganz intuitiv an. Über Mustererkennung und Kulturspeicher werden entsprechende Signale innerhalb kürzester Zeit dekodiert und mit der potenziellen Belohnung verknüpft. Finden Sie also die richtigen Codes für Ihr Produkt, dann reichen die ca. 2 Sekunden Werbemittelkontaktzeit leicht aus, um die Signale zu entschlüsseln und so in das Bewusstsein der Zielgruppe zu springen. Da Marken Denkprozesse entlasten kommen sie der Funktionsweise des Gehirns, das nach Automatisierung und Energieeinsparung strebt, entgegen.
Beispiel einer neurowirksamen Werbung
Ein kleines Beispiel aus der Werbung eines großen Unternehmens soll das Konzept verdeutlichen. Was würden Sie von einer Werbung halten, die den Slogan nutzt „Dieser Mixer macht Sie mächtig und hebt Sie von anderen Individuen ab“. Exakt, Sie würden sich fragen was dieser Käse soll! Und warum würden Sie sich das Fragen? Ganz einfach, weil der Slogan unsere rationalen Denkstrukturen auf den Plan ruft, diese sind kritisch und hinterfragen solche Dinge. Wenn wir Macht und Abgrenzung mit einem Produkt kommunizieren wollen und den Kunden wissen lassen möchten, dass ein bestimmter Mixer nur für echte Kochprofis gedacht ist, die auch in der Küche Macht und Abgrenzung schätzen, weil es ihrem limbischen Profil entgegen kommt, dann müssen wir es ganz anders anstellen. Wir würden die Farbe schwarz als Hintergrund verwenden, da der Autopilot damit Macht und Status verbindet. Die Farbe Schwarz war und ist die Farbe der Mächtigen. In unserer Werbung befindet sich auch eine weiße Flüssigkeit, die sich dynamisch ausbreitet und fast wie der Urknall aussieht. Dass es sich dabei um Milch handeln muss, geht aus dem Kontext hervor und wird vom Impliziten rasend schnell entschlüsselt. Der Slogan „Why cook, when you can create“ bestätigt dem Autopiloten, dass er sich mit diesem Mixer tatsächlich abhebt, da er Mahlzeiten erschafft, anstelle sie zu kochen.
Der Slogan korreliert also mit der Aussage des Bildes und unterstützt dieses noch. Die gesamte Werbung ist auf eine Zielgruppe ausgerichtet, für die Macht, Status und Abgrenzung von der Masse auch in der Küche von Bedeutung ist. Unser implizites Gehirn kann alle diese Signale innerhalb kürzester Zeit decodieren und den Belohnungswert für Macht, Status und Abgrenzung errechnen, der für bestimmte limbische Profile sehr hoch ist. Die Werbung wirkt rein implizit und war deshalb auch extrem erfolgreich. Sobald wir uns auf den Versuch einlassen den Piloten anzusprechen, werden wir in der Zufallsschublade landen. Dann hinterfragt der Pilot kritisch was ihm wenig authentisch klingt, wir müssen denken, was Energie und Zeit kostet und uns meist gar nichts konsumieren lässt. Ergo, nur implizite Werbung führt zu Entstehung von differenzierenden Marken, die schnelle Entscheidungen zulassen und mit großen Belohnungswerten korreliert sind. Diese hohen Belohnungswerte, ausgelöst durch einen großen fiktiven Mehrwert für das Unbewusste, sind es dann auch, die bei Marken wie Apple oder Nike extreme Preisaufschläge möglich machen und Kunden zu Fans werden lassen.
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Montag, 9. Juli 2012
Pro und Contra Bankenunion – Vieles spricht dagegen
Was uns die Politik als Bankenunion verkaufen will, ist leider nicht nur eine europäische Aufsichtsbehörde sondern auch eine Vergemeinschaftung aller bei Banken liegenden Risiken. Vor allem die Sicherungseinlagen, die unser Spargeld schützen, sollen dann auch zum Schutz der Ersparnisse in anderen EU-Ländern dienen. Damit wäre unser Spargeld „Freiwild“, die Sicherheit nur noch ein ausgehöhltes Gebäude voller schöner Phrasen. Im Extremfall könnten sich ganze Sparguthaben in Luft auflösen wenn beispielsweise Banken mit zu hohen Schulden von der EU abgewickelt also aufgelöst würden.
Noch weigert sich unsere Kanzlerin unsere Sparguthaben zum Wohle eines Vereinigten Europas zu opfern doch der Druck der stark verschuldeten EU-Länder nimmt kontinuierlich zu. Auch die marode Bankenwirtschaft, deren Schulden oftmals die Staatsschulden dramatisch übersteigen, sieht ihr Heil in einer europäischen Bankenunion. Auf dem jüngst stattgefundenen EU-Gipfel musste Angela Merkel unter dem Druck der EZB bereits weitreichende Zugeständnisse machen, auch wenn sie diese an bestimmte Vorgaben gekoppelt hat.
Langfristig bedeutet die Bankenunion nichts anderes als die Sicherungseinlagen zu europäisieren. Was für viele Länder der EU gilt, nämlich, dass ihre Einlagen unter europäischer Aufsicht sicherer werden, das gilt leider nicht für Deutschland. Da eine Reihe von Geldhäusern in Südeuropa in Schieflage geraten sind könnte eine gemeinsame Haftung dazu führen, dass deutsche Banken ihre Sicherungseinlagen für die Rettung der Sparguthaben ausländischer Sparer aufzehren müssten. Für eine eventuelle Rettung unserer Sparguthaben wären die Kassen dann leider leer.
Die Aussagen der Ökonomen zu diesem Thema sind gewohnt widersprüchlich, was angesichts der vielen Lobbygruppen in unserem Lande nichts Besonderes ist. Meinungsbildner werden zu solchen aufgebaut und ihre Studien fallen exakt so aus wie der Finanzier es fordert. Nicht umsonst werden viele Meinungsbildner als Maulhuren bezeichnet, die vor dem Hintergrund einer exzellenten Expertise manipulierte als rein wissenschaftliche Fakten verkaufen.
Aber einige Ökonomen haben die schleichende Gefahr auch erkannt und lassen sich nicht für ihre Meinung bezahlen. Erst vor einigen Tagen haben 160 deutsche Wirtschaftswissenschaftler renommierter Institutionen sich gegen die Bankenunion ausgesprochen. Die Portale im Internet sind voll davon und je nach politischer Gesinnung fallen die Kommentare dazu anders aus. Doch werfen wir einen unverstellten Blick aus Sicht des kleinen Bürgers auf dieses Szenario. Während das große Geld schon lange das Land und die Währung verlassen hat, ist es doch primär das Geld der kleinen Sparer, das möglicherweise für den Zockerverein der Banker geopfert werden soll. Hans Werner Sinn, Chef des Ifo-Instituts hat Recht mit seiner Warnung. Zumindest sollten die Bürger Deutschlands eine ungeschönte Aufklärung über alle Chancen und Risiken einer solchen Banken- und Fiskalunion erhalten. Bereits die Staatsschulden in den Euroländern sind immens, doch die Bankenschulden übersteigen diese um ein Vielfaches, das muss uns bewusst sein und wir müssen wissen auf was wir uns da einlassen.
Wollen wir tatsächlich für die riskanten Geschäfte ausländischer Banken aufkommen, haben wir nicht schon genug mit unseren eigenen Zockervereinen. Wollen wir wirklich die Spareinlagen europäischer Sparer mit unseren Sicherungsfonds absichern. Wir sollten dies nur dann in Erwägung ziehen, wenn die EU wirklich eine scharfe Aufsichtsbehörde ins Leben ruft. Nur mit rigiden Maßnahmen für Finanzgeschäfte und einer umfassenden Überwachung zu deren Einhaltung, sollten wir über eine Bankenunion nachdenken.
Um solche Verwerfungen wie aktuell am Finanzmarkt zu verhindern sind weitreichende Änderungen nötig die Banken spekulative Geschäfte die zur Neuschöpfung von Geld beitragen verbieten. Die Gelderschaffung aus dem Nichts muss gestoppt werden, anderenfalls reißen und die Schulden in den Abgrund. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass die mächtige Finanzwirtschaft solche Beschränkungen auch nur ansatzweise zulassen würde ist mehr als gering. Erinnern wir uns doch kurz an die vollmundigen Versprechen nach der Lehmann-Pleite. Handschellen wollten die Politiker den Zockervereinen anlegen. Spekulative Geschäfte sollten ein für allemal der Vergangenheit angehören und Bürger vor Investments eine seriöse und umfassende Beratung erhalten.
Ein Blick auf die aktuelle Situation ist nicht nur traurig sondern zeigt auch die Ignoranz dieser verlogenen Gesellschaft, der es einzig und alleine um Rendite und Wachstum geht. Egal wer dabei unter die Räder kommt, Hauptsache die Wirtschaft wächst und die Auftragsbücher sind voll. Wenn interessieren dabei schon die vielen Teilzeitarbeiter, Leiharbeitskräfte und Scheinselbständigen, die sich mit Minieinkünften von Monat zu Monat hangeln. Aber sozial ist ja was Arbeit schafft! Keine einzige Maßnahme gegen das Zocken wurde nach der Lehmann-Pleite umgesetzt. Banken wurden weder reguliert noch verschonen sie Kleinanleger vor riskanten Investitionen.
Die gefährliche Zockerei mit Rohstoffen und vor allem mit Agrargütern geht munter weiter und macht unsere Lebensmittel zunehmend teurer. Dass wir dies noch nicht spüren, liegt daran, dass die Lebensmittelmatrix die Rohstoffe durch minderwertige Produkte ersetzt, uns also im wahrsten Sinne des Wortes „Schrott“ verkauft. Doch was schert uns dies, solange die Preise stabil bleiben, lassen wir uns von Farb- und Aromastoffen gerne täuschen. Und was interessieren und die Hungernden in Afrika und Asien, solange unsere Regale voll sind, gar nichts.
Doch wir sollten uns nicht so sicher sein, ein Blick in die USA, die uns in Vielerlei voraus sind, zeigt uns unsere nahe Zukunft. Wenn wir nicht endlich Gier und Habgier unter Kontrolle bekommen, werden auch wir bald in Zeltstädten hausen. Globalisierung macht nur die Reichen reicher, während der Mittelstand langsam ausblutet. Die EU beschleunigt diesen Vorgang noch, denn sie verteilt das Geld der Mittelschicht um zu den Banken, die damit ihre Spekulationsverluste tilgen. Ich kann nichts Gerechtes dabei erkennen, wenn die sauer ersparten Groschen unserer Mitbürger für Schulden europäischer Banken herhalten sollen, die ohne einen einzigen Gedanken an die Risiken Milliardenbeträge in spekulative Geschäfte stecken.
Werfen wir einen Blick auf die weltweite Situation. Pro Jahr werden Dienstleistungen und Güter im Wert von 56 Billionen (das sind 12 Nullen hinter der sechs) produziert, Devisenhändler bewegen dagegen unfassbare 810 Billionen Euro und die Derivatemärkte setzen etwa 560 Billionen USD jährlich um. Erst Mitte der 1980er Jahre geriet das Verhältnis zwischen Realwirtschaft und Finanzmarkt aus den Fugen, Geld ohne irgendwelche Deckung wurde aus dem Nichts erschaffen. Wollen wir wirklich eine Bankenunion, dann müssen wir zurück vor die Zeit der Kapitalmarkt-Deregulierung, als die Banken noch der Wirtschaft dienten. Vor 20 Jahren steckten rund 10% der gesamten Wertschöpfung der Wirtschaft in spekulativen Finanzprodukten (1,5 Billionen von 15 Billionen Euro). Heute hat sich die gesamte Wertschöpfung der Wirtschaft auf 50 Billionen Euro erhöht, die spekulative Finanzwirtschaft stieg dagegen auf unglaubliche 500 Billionen Euro (Stand: 2010). Während sich die Realwirtschaft also in etwa verdreifacht hat, stiegen die spekulativen Gelder um das Dreihundertfache. Das dies nicht mehr lange gut gehen kann das sollte sogar dem Dümmsten klar sein.
Wir können etwas an dieser prekären Situation ändern, wenn wir das wirklich wollen, dann macht eine Bankenunion und ein Vereinigtes Europa Sinn. Die Frage ist nur, ob wir das auch alle wollen. Sind wir dazu bereit, unserem unendlichen Wachstum, unserer unheimlichen Geldvermehrung abzuschwören und unsere Welt für Alle lebenswerter zu machen. 800 Jahre Geschichte zeigen etwas anderes, es ist nicht möglich den Finanzsystemen Daumenschrauben anzulegen. Und sind wir doch einmal ehrlich, die wahren Herrscher sind die globalen Finanzsysteme, Politiker hatten bisher leider nur Überbringerfunktion. Egal ob mit oder ohne Bankenunion, die Finanzindustrie wird sich ihre Regeln auch weiterhin selbst machen und sich nicht vorschreiben lassen welche Geschäfte sie zu tun oder zu lassen hat.
Donnerstag, 5. Juli 2012
NEIN zu Europa - solange es noch geht!
Um die politische Union, die uns ganz zweifellos in den Abgrund reißen wird, durchzusetzen, wird uns das Zerbrechen des Euro in schillernden Farben präsentiert, die uns die Nackenhaare zu Berge stehen lassen. Glaubt man den Vertretern aller großen Parteien, dann war die Lehmann-Krise im Vergleich zum drohenden Zusammenbruch des Euros ein Klacks. Zerbricht der Euro, verlieren wir fast alles was wir haben, das wollen uns Merkel, Schäuble und Co. glaubhaft machen, um auf diese Weise unsere Zustimmung zu einer politischen Union zu bekommen, die für uns in eine Katastrophe führen wird. Besonders dramatisch ist auch die Tatsache, dass sich fast alle Parteien ausnahmsweise einig sind, Deutschland und seine Bürger zu enteignen, zum Wohle eines Vereinigten Europas.
Ein legaler europäischer Staat mit weitreichenden Kompetenzen zu Steuer- und Haushaltspolitik, wie ihn die Fiskal- und Bankenunion fordert, würde unser Grundgesetz aushöhlen und erfordert weitreichende Änderungen, denen wir Bürger zustimmen müssen. Ich kann nur davor warnen, einer solchen Grundgesetzänderung zuzustimmen, denn unsere Grundrechte und unsere Demokratie wären ohne unser Grundgesetz keinen Pfifferling mehr wert. Ich will mir gar nicht vorstellen, wenn andere Staaten über das entscheiden, was in unserem Lande passieren soll. Glauben Barosso, Draghi und Co., dass wir uns Sozialleistungen wie beispielsweise Harz IV nicht mehr leisten können, so könnten sie es von heute auf morgen einstellen. Ganz besonders schlimm ist die Tatsache, dass bei einer europäischen Regierung mit umfangreichen Kompetenzen das Prinzip „ein Land – eine Stimme“ gelten soll. Mit diesem Szenario wären wir auf Gedeih und Verderb den Schuldenländern ausgeliefert, die sich nach und nach all’ unser Kapital aneignen würden.
Mit einer europäischen Regierung wir eine Homogenisierung der Mitgliedsländer angestrebt und was dies für die reicheren Länder wie Deutschland bedeutet, das dürfte Jedem mit nur einem Funken gesundem Menschenverstand klar sein. Besonders kurzsichtig denkt dabei die deutsche Wirtschaft, allen voran die großen DAX-Unternehmen, denen die deutsche Bevölkerung und der Binnenmarkt schon lange nicht mehr wichtig sind, nicken alle EU-Forderungen ab. Doch dabei haben sie wohl vergessen, dass die ganze Welt über ein unsichtbares Netz miteinander verbunden ist, stirbt der deutsche Binnenmarkt, dann dauert es auch in Asien und Amerika nicht mehr lange. Noch sehen die deutschen Unternehmen nur, dass sie mehr als 90 % ihrer Umsätze im Ausland generieren und dass sie sich möglichst noch mehr deutschen Arbeitskräften entledigen können. Doch das Ziel der unendlichen Gewinnmaximierung ist nicht nur unrealistisch sondern auch unednlich kurzsichtig. Doch diese Kurzsichtigkeit könnte schon bald zurückschlagen.
Letztlich wird es unter einer europäischen Führung zu einer Verschiebung des Wohlstandes vom Norden in den Süden und den Osten kommen. Die Schulden, für die wir bereits heute bürgen, sind gigantisch. Doch was passiert, wenn sie tatsächlich eingefordert werden, wenn unser Staat nicht nur bürgen sondern auch bezahlen muss. Dass Grundrechte ganz schnell eingeschränkt werden können, das hat die Geschichte immer wieder gezeigt. Was glauben Sie wohl was passiert wenn unser Staat Geld benötigt, das er für die Rettung der europäischen Banken aufbringen muss. Sie werden sich umschauen wie schnell es dann eine Besteuerung von Eigentum und Eigenheimen geben wird. Im schlimmsten Falle werden Sie ihr Haus sogar verschenken nur um den horenten Steuern des Staates zu entkommen.
Eines dürfen wir aber nicht vergessen, es geht bei der Rettung von Europa weder um die Währung noch um die Menschen, das herumhacken auf den „faulen“ Griechen ist nichts als blanker Populismus. Die Mehrheit der Griechen ist nicht faul, sie gehen weder früher in Rente noch verdienen sie mehr Geld als wir Deutschen. Was für die Griechen gilt, das gilt auch für die Spanier, die Italiener und die Portugiesen. Nicht die Bürger sind an den horenten Staatsschulden und der Flucht unter den Rettungsschirm schuld, es sind wie im übrigen in allen Ländern die Superreichen, die mit ihrer Kapitalflucht Staat und Banken immer weiter in den Ruin treiben. Wen wir mit immer größeren Summen retten müssen, das ist das Geld der Superreichen, die sich in einer schon fast asozialen Art und Weise bereichert haben und sich dabei gehörig verspekuliert haben.
Doch wer sagt eigentlich, dass irgendein Land in Europa für die Rettung einer verschuldeten Bank aufkommen muss. Es gibt kein derartiges Gesetzt weder im eigenen Land und schon gar nicht in einem anderen Land. Wir dürfen dies nicht als gegeben hinnehmen, wir müssen aufstehen und unseren Willen kundtun, nein sagen zur Fiskal- und Bankenunion. Noch haben wir eine Galgenfrist, noch können wir NEIN sagen zur Transferunion. Wir stehen doch auch nicht für ein mittelständisches Unternehmen ein, das in Konkurs gehen muss, warum also sollten wir dies für die Banken tun. Wer unkalkulierbare Risiken eingeht, und diese sind nun einmal mit großen Renditen assoziiert, der muss auch dafür gerade stehen wenn die Sache schief geht. Nicht die Rettung muss gesetzlich fixiert werden sondern die persönliche Haftung der Bankmanager. Man muss sich dieses Vorgehen einmal bewusst machen, da werden Gewinne privatisiert während man Schulden sozialisiert. Ist es da verwunderlich, dass Banker ohne auch nur den winzigsten Gedanken zu verschwenden Risiken eingehen, die nun viele in den Ruin treiben werden.
Doch was müssen wir uns unter der Banken- und Fiskalunion eigentlich vorstellen, was erwartet uns wenn wir diesen Instrumenten tatsächlich zustimmen. Bei der Bankenunion geht es um eine weitreichende Umgestaltung des Finanzsystems, wobei vor allem größere Banken der Kontrolle der EU unterstellt werden sollen. Allerdings darf man davon ausgehen, dass die Auflagen für Banken, die das ungehemmte Zocken verhindern sollen, genauso wenig kommen werden wie die vollmundigen Versprechen nach der Lehmann Pleite auch nur ansatzweise realisiert wurden. Die Banken sollen Geld dann direkt bei der EZB, also ohne Einschaltung der jeweiligen Länder, beantragen können. Damit ist die Spekulation auf Kosten der Steuerzahler vorprogrammiert, die Frage lautet dann nur noch wann das Finanzsystem gegen die Wand fährt. Schon jetzt geht es hier um die schwindelerregende Summe von 9,2 Billionen Bankenschulden und für einen Großteil davon werden die reichen Nordländer der EU bluten müssen.
Ein noch größeres Problem könnte mit der Fiskalunion auf uns zukommen. Bei der Fiskalunion geht es im wesentlichen darum, dass die reichen Länder für die Staatschulden der armen Länder aufkommen müssen und mit den viel diskutierten Euro-Bonds wird dieses Szenario bereits schleichend vorbereitet. Für uns dürfte das richtig teuer werden, da der Anreiz zur Aufnahme von Krediten für die Schuldenländer durch Euro-Bonds signifikant zunimmt. Wir werden also für immer mehr Schulden gerade stehen müssen. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Zinsen, die für Euro-Bonds auf Grund des höheren Ausfallrisikos deutlich höher als für Bundesanleihen liegen dürften. Das Ende vom Lied Vereinigtes Europa lautet also kollektiver Staatsbankrott. Auch immer mehr renommierte Wissenschaftler warnen deshalb vor eine Kollektivierung von Schulden im Euroraum und raten dazu eine Verfassungsänderung unbedingt abzulehnen. Ich kann mich dieser Meinung nur anschließen – sagt nein zu Europa!